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Folge 1 - giftiges Meeresgetier
Das Petermännchen


Abbildung 1 - Petermännchen Abbildung 2 - Petermännchen
Foto: Hans Hillewaert


Das Petermännchen. Niedlicher Name, großer Fisch. Schließlich wird das Petermännchen

bis zu 50 cm lang. Wer einmal mit Aquarien zu tun hatte oder ein 30 cm Lineal besitzt, weiß:

Ein ganz schöner Brocken! Zu dieser Körpergröße gesellen sich noch giftige Dornen in den

Kiemendeckeln und auf der Rückenflosse, sowie die Angewohnheit, sich im flachen Wasser

in Sand oder Schlamm einzugraben. Dieses Hobby betreiben die Petermännchen zwar nur

zu Hause, das ist allerdings im Mittelmeer, Nordatlantik, im Schwarzen Meer und sogar in

Nord- und Ostsee.


Eigentlich warten die eingegrabenen Petermännchen auf Beute und nicht auf Badegäste

oder Surfer. Dennoch kommt es immer wieder zu schmerzhaften Begegnungen. Die Folge

sind starke Schmerzen und Schwellungen - und zwar für den Badenden oder Surfer!


Wen es erwischt: Es wird empfohlen nach dieser Zusammenkunft unbedingt einen

Arzt aufzusuchen.


Der Name "Petermännchen" oder auch "Pietermann" wurde übrigens von den holländischen

Fischern geprägt, weil diese die gefangenen Exemplare als Gabe für den Schutzheiligen

St. Peter zurück ins Meer warfen. Was dieser St. Peter angestellt hat ist allerdings unbekannt...





PetermaennchenHeader 2

Hast du auch schon einmal ein Petermännchen persönlich kennengelernt und seinen
Giftstacheln das Du angeboten? Dann schreibe von deiner ungemütlichen Begegnung und
verrate uns, wann und wo du an Land gehumpelt bist. Wir werden deine Geschichte dann
hier veröffentlichen.








Beitrag von jakeofyork am 16.11.2009
Elfriede Petermann

Wenn es Euch denn interressiert! Ich hatte, in einem früheren Leben und nicht in Hamburg,
eine dieser unvergesslichen Begenungen mit einem weiblichen Petermännchen (Trachinus
draco Linnaeus). Also nicht genau Petermännchen, sondern Petermann. Elfriede Petermann.
Aber mindestens genauso giftig. Bin also nach besagter Begegnung mit ihren Giftstacheln, die
sie je nach Bedarf aus- und einfahren konnte, an Land gehumpelt. Also nicht genau an Land,
da waren wir ja schon, sondern von dannen. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
Warum auch mit einem lachenden erzähle ich Euch ein anderes Mal, wenn es Euch denn
interressiert!




Beitrag von Pauli am 20.10.2009
Petermännchen Attacke in Tapia, Nordspanien

"Das ist die ganze Saison noch keinem Schüler passiert - du bist die Erste!", sagte mein Surflehrer
im spanischen Wellenreit-Camp. So richtig freuen konnte ich mich zwar nicht, aber jetzt hatte ich
wenigstens eine Erklärung für den angeschwollenen Fuß. Eigentlich hatte es nur kurz unter dem
Fuß gepiekst als ich durchs flache Wasser lief. Ein spitzer Stein oder so, dachte ich. Als der Fuß
taub wurde, habe ich es auf die kühle Wassertemperatur des Herbst-Atlantiks geschoben. Bei
näherer Betrachtung sah ich jedoch zwei feinen Schnittwunden am Ballen. "Du hast noch Glück
gehabt; das Petermännchen hat dich nur geschlagen und nicht gestochen.", sagte mein Surflehrer.
Ich konnte also mein "großes Glück" kaum fassen und ließ mir meinen ersten Kurstag nicht
vermiesen, denn ich war optimistisch, dass das Blut am Fuß nicht auch noch Haie anlocken
würde ... ; ))



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